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100 jährige Jubiläumsfeier in der Rose


Vergangene Woche feierte der SK Neptun Leimen sein 100-jähriges Bestehen in der Rose in Leimen.

Vorstandsmitglied Wolfang Kuhnle eröffnete die Feier und begrüßte zahlreiche Gäste, darunter den Oberbürgermeister Hans D. Reinwald, den ehemaligen Bürgermeister Bruno Sauerzapf, der Betriebsleiter der Stadtwerke Leimen Rudi Kuhn sowie Frau Müller als Vertreterin des Gemeinderates. Der Schwimmsport war vertreten durch Mitglieder des Badischen Sportbundes und -Schwimmverbandes, des Bezirksschwimmverbandes Rhein-Neckar sowie vieler umliegenden Schwimmvereine. Besonders willkommen geheißen wurden außerdem die Ehrenmitglieder des SK Neptun Leimen, im Besonderen der Ehrenvorsitzende Siegfried Schwarz. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Christian Sperka am Klavier.

Bruno Sauerzapf berichtete von bewegenden Zeiten, die der Schwimmverein seit seinem 100-jährigen Bestehen durchlebte und ihn zu dem machte, was er heute ist und wofür ihn seine 750 Mitglieder wertschätzen.

In seiner Festrede beleuchtete der ehemalige Leimener Bürgermeister die positiven Aspekte des Schwimmsportes und ließ die Vereinsgeschichte seit seiner Gründung Revue passieren. In seiner Rede beschrieb er den Sport als "Urbedürfnis und Lebenselixier der Menschen". Sauerzapf berichtete, angefangen bei der Gründung des Zementbades 1919, von zahlreichen sportlichen Veranstaltungen, die bis in die Vierzigerjahre in Leimen ausgetragen wurden. Nach Ende des zweiten Weltkrieges musste sich der Schwimmbetrieb neu ordnen, bestand jedoch weiter und entwickelte sich im Laufe der Jahre positiver als je zuvor. Als "besonderen Meilenstein" hob Sauerzapf die Eröffnung des Leimener Freischwimmbades im Sommer 1962 hervor, in dem im folgenden Jahr sogar die Deutschen Wasserballmeisterschaften ausgetragen wurden. Auch die Eröffnung des Hallenbades und die gleichzeitige Schließung des Zementbades 1973 würdigte er als Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Hierbei dankte er Heidelberg Zement für die jahrzehntelange entgeltfreie Nutzung des Zementbades und nannte das Unternehmen als maßgeblich für das heutige Bestehen des Vereins. Besonders erwähnte Sauerzapf den seit 1981 stattfindenden internationalen Austausch der Schwimmjugend mit der französischen Stadt Vichy und nannte dies „einen unschätzbaren Dienst für die Völkerfreundschaft“. Neben vielen Höhen, die der Verein seit seiner Gründung durchlebte, ging er auch auf Rückschläge und Herausforderungen ein. Die Schließung des Schwimmbades 2001 stellte einen herben Rückschlag dar, konnte jedoch durch gemeinsame Anstrengungen von Schwimmern, Trainer, Eltern und Vereinsführung gemeistert werden.

Er betonte abschließend die Bedeutsamkeit der Breiten- und Jugendarbeit auf, da sich der Verein nur durch diese auch in Zukunft weiterentwickeln könne und appellierte an die Vereinsmitglieder, sich kontinuierlich zu engagieren und einzubringen. Außerdem machte er auf künftige Herausforderungen, wie abnehmende Mitgliederzahlen, aufmerksam und rief dazu auf, ethische Werte der Sportgemeinschaft zu achten und zu pflegen, insbesondere vor dem Hintergrund heutiger nationaler und internationaler Konflikte.

Anschließend an die Festrede würdigte das Vorstandsmitglied Kuhnle die herausragenden Leistungen und das Engagement der Sportler des Vereins. Die Leimener Wasserballmannschaft spiele seit ihrem Bestehen in der 2. Wasserballliga Süd, konnte hier mehrmals Meister und Pokalsieger werden. Zweimal gelang sogar der Aufstieg in die 1. Liga, der leider jedoch von kurzer Dauer war. Auch die sportlichen Erfolge der Sportler der Schwimmsparte des SK Neptun Leimen hob er hervor. Insbesondere lobte er die Leistungen der Kaderschwimmer Dennis Sommer, Meik Böpple, Torsten Rau, Oliver Tabor und Paul Reither, die jeweils mehrere Podiumsplatzierungen bei Deutschen (Jahrgangs) Meisterschaften erzielen konnten. Er würdigte darüber hinaus die Leimener Mastersschwimmer/schwimmerinnen Marcus von Bergen, Maren Müller, Patrick Brenner und Jana Kristin Frenzel für ihre Leistungen bei den Baden-Württembergischen Mastersmeisterschaften. Ganz besonders bedankte er sich außerdem bei Marcus von Bergen, Maren Müller und Patrick Brenner für ihr leidenschaftliches Trainerengagement im Verein.

Für langjährige Mitgliedschaft ehrte der Verein etliche Mitglieder. Besonders wurde Georg Friederich bedacht, der in diesem Jahr seine 70-jährige Mitgliedschaft feiert und dafür vom Präsidenten des Badischen Schwimmverbandes geehrt wurde.

Neben sportlichen Erfolgen beleuchtete Kuhle jedoch auch momentane Schwierigkeiten, mit denen der Verein zu kämpfen hat. Einschränkungen bei den öffnungszeiten und Räumlichkeiten der Schwimmbäder beeinträchtige sowohl das Trainingsangebot als auch organisatorische Abläufe erheblich.

Abschließend sprach Kuhnle seinen besonderen Dank der finanziellen Förderung der Leimener Vereine durch das Vereinszuschussprogramm der Stadt aus.





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